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Networking: Wenn du am liebsten rückwärts wieder raus würdest
Manchmal betritt man eine Netzwerk-Veranstaltung, Jobmesse oder einen Kongress und wird direkt überrollt von dieser Marketingwelle, bei der dir nur die Ohren schlackern. Hier ein Geschenk, dort ein Countdown für den Superrabatt, irgendwo ruft jemand, dass nur noch vier Plätze frei sind. Und dann kommt der/die nächste Speaker:in auf die Bühne, fordert dich auf fünf Mal Ja zurufen und abwechselnd zu klatschen: Powerlächeln a lá Tony Robbins lässt grüßen.
In der ersten Pause fragst du dich: Wo bin ich hier gelandet. Sieht so das heutige Netzwerken aus?
Bevor du jetzt durch die Hintertür verschwindest und dich über die fehlinvestierten 80 Euro ärgerst, atme kurz durch. Netzwerken kann auch fokussiert und nachhaltig sein. Genau hier setzt die Life/Work Planning Gesprächsführung an. Sie ist das Gegenmodell zur lauten Marketingshow: statt Selbstdarstellung gibt sie Orientierung und informative Gesprächsmomente.
Ein Moment in der Mittagspause: Netzwerk aufbauen
Du sitzt nun beim Konferenz-Mittagessen, wer hätte es gedacht. Gut, dass du doch nicht gegangen bist. Und es stellt sich heraus, dass dein Gegenüber zufällig als Texterin arbeitet. Ideal, du willst gerade in die Buchbranche eintauchen und herausfinden, ob du vielleicht ein Buch über einen Verlag oder per Self Publishing veröffentlichen willst. Deine Infophase kann also direkt starten. Kein Gedöns, nur deine Fragen und dein ehrliches Interesse an der Materie. So fühlt sich Netzwerken lernen an, das nicht anstrengt.
Netzwerken im Job: mit Life/Work Planning planbar Kontakte knüpfen
Life/Work Planning ist ein Planungsverfahren, mit dem du deinen Sinnjob eroberst. LWP tut nichts für dich, du tust etwas damit. Du nutzt es, um herauszufinden, was wirklich zu dir passt und gleichzeitig echte Einblicke von Menschen aus dem jeweiligen Bereich zu bekommen, also zu sehen, wie der Hase in der wirklichen Wirklichkeit so läuft.
Wenn du also 1-2 Ideen oder berufliche Themen hast oder dich für eine neue Branche interessierst und die vier Fragen aus dem Life/Work Planning nutzt, merkst du schnell, wie hilfreich diese beim Netzwerken sind. Du findest heraus, wie Menschen in den Bereich gekommen sind, wie sie arbeiten, was ihnen Spaß macht, was weniger gut läuft in der Branche und wen du noch kennenlernen solltest. Diese kurzen Einblicke bringen dich oft weiter als jedes perfekt inszenierte Bühnenprogramm.
Netzwerken auf Messen: Wenn alles zu viel wird
Karrieretage, Jobmessen, Weiterbildungsfeste. Sie können einen ganz schön schlauchen. Es ist laut, voll, und oft bekommt man nur ein verschmitztes Lächeln ab, bevor man wieder in der Menge untergeht. Am Abend ist man k.o., die Füße tun weh, und in der Tasche liegen zehn neue Kugelschreiber, die in der ohnehin schon zu vollen Schublade verschwinden. Dem Ziel näher gekommen. Nope.
Dann kommt dieser Punkt, an dem du spürst, dass du dich verlierst. Geräusche, Gewusel, volle Überreizung. Keine Panik, atmen und frische Luft einsaugen. Kurz raus aus dem Strudel…
Als du dich draußen umdrehst, siehst du ihn wieder. Den Typen mit dem verschmitzten Lächeln vom Stand 1205. Er atmet gerade ebenfalls tief durch: Perfektes Timing.
Du gehst einen Schritt auf ihn zu und stellst die einzige Frage, die nur er beantworten kann und niemand sonst. Das Gespräch beginnt, ohne viel Chichi. So kann Business Netzwerken gehen, das nicht künstlich wirkt.
Zwischen Keynotes und Gesprächsinseln: Mein Netzwerkerlebnis
Bis jetzt standen eher die Schattenseiten von Konferenzen und Kongressen auf dem Tisch: laut, voll, hektisch und manchmal fühlt es sich an, als würdest du durch eine Markthalle laufen. Genau deshalb war der Unternehmerinnenkongress 2025 in Hannover für mich ein gutes Beispiel, wie Netzwerken auch anders geht.
Die Keynote zum Thema KI und Nachhaltigkeit für Unternehmerinnen war inspirierend. Gleichzeitig waren es die kleinen Momente zwischen den Vorträgen, die mir besonders im Gedächtnis geblieben sind. Gesprächsinseln tauchten auf, die konzentriert und informativ waren.
Am Nachmittag zum Ende hin ergab sich eine Begegnung, die mir besonders im Gedächtnis geblieben ist: mein Infogespräch mit Jutta Talley. Wir saßen etwas abseits des Geschehens und sprachen über ihre Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Buchverlagen wie Springer Gabler. Echtes Interesse, gezielte Fragen und ein Austausch auf Augenhöhe.
Diese Begegnungen zeigen, wie wertvoll Netzwerken sein kann, wenn man vorbereitet ist und die richtigen Fragen stellt.
Warum dieses Netzwerkens so gut funktioniert
Ich bin gerade in der Coach-Ausbildung bei Marc Buddensieg und John Webb, der das Life/Work Planning nach Deutschland gebracht hat. Dabei sehe ich immer wieder, wie zielführend diese Gesprächsführung ist, besonders für Introvertierte oder Menschen, die nach der Carezeiten oder in einen Branchenwechsel einsteigen wollen.
Susan Cain, dessen Buch auf meinem Nachttisch liegt, beschreibt in „Still“, wie viele introvertierte Menschen Gespräche in kleinen Dosen schätzen und gleichzeitig tiefe Inhalte lieben. Genau dafür ist LWP gemacht: kein Smalltalk, keine Selbstdarstellung, sondern echtes Interesse an Erfahrung, Perspektive und Wissen.
LWP ist keine Wunderpille und tut nichts für dich, du tust etwas damit. Du nutzt es, um deine Fragen zu schärfen, gezielt Menschen zu finden und echte Einblicke in Branchen, Berufe oder Unternehmen zu bekommen. So wird Netzwerken planbar, überschaubar mit kleinen Schritten und gleichzeitig persönlich.
Wenn du das ausprobieren möchtest
Zu diesen Themen coache ich dich gern zum Beispiel: Netzwerken lernen, Networking für Introvertierte, Karrieremessen und Jobmessen, Life/Work Planning oder Wiedereinstieg nach Carezeit.
Ich begleite dich dabei, deine Fragen zu schärfen und dein eigenes feines Netzwerk aufzubauen, das auf echtem Austausch basiert.
Wenn du dein Netzwerken planbar, fokussiert und nachhaltig gestalten willst, buch dir ein kostenfreies Kennenlerngespräch.